Wie Porridge alle wichtigen Kriterien für ein gesundes Frühstück erfüllt

In Ayurveda, das sich vor tausenden von Jahren entwickelt hat, wurde das Konzept von Porridge, oder Getreidebrei als eine wichtige Form der Ernährung diskutiert und praktiziert, vor allem wegen seiner vielfältigen Vorteile. In Ayurveda kann Getreidebrei entweder als „Peya“ oder „Vilepi“ kategorisiert werden. Peya bezieht sich auf einen Getreidebrei, der mehr flüssigen Inhalt hat, also weniger als die Hälfte Anteil an Getreide und mehr Flüssigkeit in Form von Wasser oder Milch. Vilepi ist ein dicker oder halbfester Brei, bei dem der Getreideanteil gegenüber der Flüssigkeit dominiert. Getreidebreiarten wie Peya- und Vilepi wurden auch zur Wiederherstellung der Kräfte einer Person verwendet, die sich einem sehr drastischen intensiven Reinigungsprogramm wie Panchakarma unterzogen hat. „Peya“ ist ein Sanskrit-Begriff, der mit „dünner Speisebrei“ übersetzt werden kann, „Vilepi“ bedeutet „dicker Speisebrei“. Man kann sehen, dass die Verwendung von Porridge-artigen Zubereitungen in der gesamten Ayurveda-Literatur verbreitet ist, es wurde vor Jahrhunderten als etwas verwendet, das Menschen half, Kraft zu gewinnen. Es war ein sehr wichtiger Teil der Diätetik und galt als eine der grundlegenden Vorbereitungen oder Techniken, die bei der Nahrungsaufnahme verwendet wurden. Die Hinweise auf diese Begriffe und ihre Zubereitungen waren bereits in den Büchern des 13. Jahrhunderts, des 17. Jahrhunderts und des 19. Jahrhunderts zu finden. Im Buch Bhojana Kutuhala aus dem 17. Jahrhundert werden verschiedene Arten von Getreidebreien mit unterschiedlichem Flüssigkeitsgehalt beschrieben.

Was sind die die Vorteile von Porridge?

Normalerweise besteht Peya aus Reis oder Getreide, das mit der bis zu 14-fachen Menge Wasser gekocht wird. Moderne Porridge-Zubereitungen verwenden nicht so viel Flüssigkeit und entsprechen eher dem Prinzip von Vilepi, daher werden wir uns auf die Vorteile von Vilepi konzentrieren.

Leicht für die Verdauung

Porridge ist empfehlenswert, wenn man unter Verdauungsproblemen leidet. Es ist eine der sehr wenigen Nahrungsmittelkombinationen, die ungeachtet des Zustandes der Verdauung verwendet werden können. Also vor allem wenn man unter Magen-Darm-Probleme wie Blähbauch, Appetitlosigkeit, Übersäuerung, Verstopfung, Durchfall, Magenschmerzen oder Empfindlichkeit auf verschiedene Arten von Nahrungsbestandteilen leidet, ist Porridge durch seine gute Verträglichkeit hilfreich, und kann sogar verwendet werden, wenn man unter Fieber leidet. Es ist zudem die beste Art von Nahrung die Du verwenden kannst wenn Du fasten willst. Weil es so leicht verdaulich ist, wirst Du nach dem Essen keine Probleme wie Schläfrigkeit, Schweregefühl oder Benommenheit spüren.

Warm

Porridge ist ebenfalls eine überlegene Wahl als Mahlzeit da es warm eingenommen wird. Es ist gekocht, was es einfacher für deinen Körper macht, da die Verdauung ein warmer Prozess ist. Nahrung die bereits gekocht ist, wird schneller verdaut und besser aufgenommen, ist also aufgrund des Kochvorgangs schonend für den Stoffwechsel. Du willst eine effiziente und reibungslose Verdauung? Das ist der Weg.

Flüssigkeitsspendend

Ayurveda empfiehlt Nahrung, die Flüssigkeit und Öligkeit enthält, da diese Eigenschaften dem inneren Milieu des Körpers entsprechen. Trockene Nahrung wird nicht empfohlen. Porridge enthält reichlich Flüssigkeit und Öligkeit. Das macht es einfacher für die Darmbewegung und verbessert die Absorption, denn normalerweise wird die Nahrung im Magen mit Säure versetzt, aufgebrochen und in eine klebrige, flüssige Substanz verwandelt. Diese flüssige Substanz wird Chymus genannt, der sich während der verschiedenen Phasen der Verdauung durch den Darm bewegt. Im Dickdarm verfestigt er sich, Wasser wird dort wieder absorbiert. Wenn Du also weniger Wassergehalt in der Nahrung hast, muss der Körper Flüssigkeiten aus seinen Geweben verwenden um das auszugleichen, was zu einem schlechten Wasserhaushalt oder einem schlechten Wasser-pH-Wert im Darm führt. Porridge verfügt über genug Flüssigkeit und Öligkeit, sodass es leichter für den Transport und die Verdauung ist, und dadurch zudem durststillend wirkt.

Ausgleichend

Wenn Du Porridge morgens isst, gleicht es die Insulin- oder Glukoseniveaus deines Systems aus, die wichtig für deine Funktionsfähigkeit während des Tages sind, besonders wenn Du viel mit deinem Kopf arbeitest. Glukose die Sprache, die dein Nervensystem versteht. So hilft Porridge Dir, aus Zucker und Kaffee Gelüsten herauszukommen. Zudem gibt es Dir keinen Energieabfall, der Dich zu deinem Kaffee greifen lässt.

Vielseitig hilfreich

Porridge spielt eine mehrdimensionale Rolle als einfach nur gegessen und durch es genährt zu werden. Seine Hauptaufgabe ist es Agni, das Verdauungsfeuer, zu entfachen und Ama im System zu verdauen. Außerdem liefert es Energie. Porridge ist Anulomana, es hilft also Abfallstoffe leicht aus dem Körper auszuscheiden. Außerdem stillt es den Durst, stärkt den Stoffwechsel, bringt Leichtigkeit ins System und gleicht den Bedarf an Glukose aus. Da es sehr leicht verdaulich ist, kann man Porridge auch problemlos jeden Tag essen ohne zuzunehmen. Und je nach der Art der Getreide und Gewürze die man wählt, kann man es zu einem Heilmittel machen. Es ist eine Art von Nahrung, die je nach Zeit und Umfang in eine Medizin umgewandelt werden kann.

Was wenn ich nach dem Essen von Porridge zu früh wieder hungrig werde?

Das ist gut! Es ist genau der Zweck von Porridge, deinen Hungerindex stabil zu halten. Warum hast Du Angst davor hungrig zu werden? Hunger ist ein Zeichen von guter Gesundheit, es bedeutet, dass dein Körper zu Ende verdaut hat und bereit ist, weitere Nahrung aufzunehmen. Falls Du denkst dass es gesund ist lange satt zu bleiben – Fehlanzeige, das ist es nicht. Es führt dazu dass wir am Ende eine Menge ungesunder Lebensmittel essen um die emotionale Erfüllung davon zu bekommen. Die richtige Art zu essen ist, zu essen wenn man hungrig ist – wenn Du also Hunger verspürst, ist das ein gutes Zeichen. Was Du bedenken solltest: wenn Du Angst davor hast, zur falschen Zeit hungrig zu werden, dann kannst Du die Quantität oder die Qualität deines Porridges anpassen, indem Du zum Beispiel Getreide wie Gerste oder Hafer oder Nüsse hinzufügst, die länger im Magen bleiben. Wenn Du dann Hunger bekommst, ist das gut, dann iss etwas. Das ist ein gutes Zeichen für die Gesundheit.


7 Aspekte die deine Gesundheit ausmachen - wie gesund lebst Du wirklich?

Die Frage danach was Gesundheit ist und wie sie erlangt wird ist vielleicht so alt wie die Menschheit selbst. Die Suche nach einer Antwort auf diese Frage ist möglicherweise der Ursprung aller Gesundheitswissenschaften.

Wie denkst Du darüber?

Wenn Du denkst dass Du gesund bist nur weil dein Laborbericht normal ausgefallen ist, hast Du den Zug verpasst, und nicht verstanden was Gesundheit oder der Zustand des Gesundseins bedeutet. Wir sind trainiert zu denken, dass wenn wir arbeiten, Geld verdienen und unsere Krankenkassen bezahlen, diese sich um unsere Gesundheit kümmern werden. Doch tatsächlich zahlt deine Krankenkasse nur, wenn Du überzeugend krank bist.

Die westliche Perspektive

Die WHO definiert Gesundheit als einen Zustand von vollkommenem physischen, mentalen und sozialen Wohlbefinden. Hierbei ist einiges wichtiges zu beachten: Gesundheit bezieht sich nicht nur auf Körper und Psyche, und geht über die Abwesenheit von Krankheit hinaus. Doch was bedeuten diese Begriffe ‚vollkommen‘ und ’soziales Wohlbefinden‘?

Die östliche Perspektive

Ayurveda, der Ursprung aller Gesundheitswissenschaften die aus dem antiken Indien stammen, hat die Definition von Gesundheit erklärt, vielleicht zum ersten Mal auf dem Planeten. Suśruta, der Begründer der modernen Chirurgie, definiert in seiner Suśruta Samhita den Zustand des Wohlbefindens als ’svasthya‘, und die Person die gesund ist als ’svastha‘. Um zu bewerten ob jemand svasthya, oder ein svastha ist, werden drei Bereiche betrachtet, die sich in insgesamt 7 Aspekte unterteilen. Die drei Bereiche sind

  • physische Gesundheit
  • emotionale und mentale Gesundheit
  • soziale und spirituelle Gesundheit

Erster Aspekt – Physiologische Abläufe im Körper

Im physischen Bereich ist der erste Aspekt, dass die physiologischen Funktionen von der Intelligenz des Körpers gesteuert und reguliert werden. Es gibt Körperfunktionen, die nicht bewusst kontrolliert werden, die unfreiwillig ablaufen. Zum Beispiel arbeiten in deinem Körper gerade Kreislauf, Verdauung und Nährstoffaufnahme, dann die Atmung, das Blinzeln deiner Augenlider, die Kommunikation deiner Muskeln und wie dein Nervensystem Informationen verarbeitet – es gibt unzählige Aktivitäten die gerade jetzt in deinem System ablaufen. Eine ununterbrochene Organisation dieser Prozesse in deren normalem Umfang ist die Bedeutung physiologischer Ausgeglichenheit.

Zweiter Aspekt – Gesundheit im Stoffwechsel

Der zweite Aspekt ist ein gesunder Stoffwechsel. Wir sind meist so sehr darauf bedacht teure, unter biologischen Standards hergestellte Superfoods zu essen. Was aber wichtiger ist als was man isst, ist die Art von Stoffwechsel die man besitzt. Einige Kriterien um zu bewerten wie gut dein Stoffwechsel ist werden wir später behandeln. Ein guter, stabiler Stoffwechsel ist eines der Hauptkriterien für physisches Wohlbefinden.

Dritter Aspekt – Bildung der Körpergewebe

Der dritte Aspekt ist die Gewebebildung. Je besser der Stoffwechsel arbeitet, desto besser absorbiert und assimiliert der Körper Nährstoffe aus seiner Nahrung, und dadurch wird die Gewebebildung stabiler.

Vierter Aspekt – Ausscheidung

Der vierte Aspekt ist die Ausscheidung. Der Körper an sich ist tatsächlich eine große Detox-Maschine und ist in der Lage, Toxine vom groben bis zum zellulären Level zu beseitigen. ausgehender Atem, Stuhl, Urin, Schweiß und Sekrete sind Beispiele von solchen Abfallprodukten. Der Körper ist fähig, diese Abfälle auszuscheiden ohne sie aufzuspeichern, was intern zu Krankheiten führen würde. Wenn diese vier Funktionen täglich, regelmäßig, in deren natürlichem Umfang und ohne externe Unterstützung stattfinden, erfährst Du körperliches Wohlbefinden.

Kommen wir nun zum psychologischen Wohlbefinden. Psychologisches Wohlbefinden kann auch als mentale Hygiene verstanden werden. Hier gibt es zwei wichtige Aspekte die Du beachten solltest.

Fünfter Aspekt – Kontrolle über die Sinne

Der erste Aspekt psychologischen Wohlbefindens ist wie viel Kontrolle Du über deine Sinnesorgane ausübst. Du hast 5 Sinne mit denen Du die Welt wahrnimmst.

  • Geräusch über deine Ohren
  • Geruch über deine Nase
  • Sicht wird über deine Augen
  • Geschmack über deine Zunge
  • Berührung über deine Haut

Wenn eine Person ein Gleichgewicht darin hat, die Annehmlichkeiten der Welt mit ihren Sinnen zu erfassen, ist das ein Zeichen von Gesundheit. Besessenheit wie Sucht nach Süßem, Überkonsum von Nahrung oder emotionales Snackverhalten sind einige Beispiele für übermäßige Beanspruchung des Geschmackssinns. Den Großteil des Tages Musik zu hören, exzessives Ausleben von sexueller Aktivität oder die Sucht elektronische Geräte für lange Zeit anzuschauen sind weitere Beispiele dafür, von den Sinnen kontrolliert zu werden anstatt den Kontrollknopf in sich selbst zu haben. Die Fähigkeit Sinneseindrücke zu genießen ohne durch sie kontrolliert zu werden, ist daher ein Zeichen mentalen Wohlbefindens.

Sechster Aspekt – emotionale Ausgeglichenheit

Der nächste Aspekt ist die Kontrolle über Emotionen. Die Fähigkeit, sich trotz der Art der Situation in der man sich befindet zu entspannen, ist ebenfalls ein Zeichen mentaler Hygiene. Sich vom Bedauern der Vergangenheit sowie von Sorgen über die Zukunft entziehen zu können, und zu jedem beliebigen Zeitpunkt gekonnt aktiv und friedlich handeln zu können, ist ein Zeichen emotionaler Gesundheit.

Siebter Aspekt – spirituelles und soziales Wohlbefinden

Der letzte Aspekt ist spirituelles und soziales Wohlbefinden. Zufrieden zu sein, ob man vermögend ist oder nicht, Freude und Dankbarkeit empfinden zu können für alle Gelegenheiten die das Leben offeriert, ob angenehm oder unangenehm, zufrieden zu sein mit der Person die man gerade ist und sich selbst zu akzeptieren. Sich selbst zu bestätigen anstatt außerhalb nach Bestätigung zu suchen. Das alles sind Eigenschaften einer spirituell entwickelten Person. Eine solche Person kann stets nützlich für die Gesellschaft und alle Lebensformen um sie herum sein.

Wenn Du einen harmonischen Zustand dieser Aspekte so weit wie möglich erreicht hast, bist Du als gesund zu bezeichnen. Dabei stellt jeder Tag eine Gelegenheit dar gesund zu sein, und es erfordert einen gewissen Aufwand diesen Zustand zu halten.

Warum wollen wir gesund sein?

Nur wenn ein Mensch gesund ist, kannst er entdecken, experimentieren, lernen und sein gesamtes Potential als Mensch nutzen. In der antiken Weisheit der Vedas besteht der Zweck des menschlichen Lebens darin vier Ziele zu erreichen, die sogenannten Purusharthas. Diese Ziele werden Dharma, Artha, Kama und Moksha genannt.

  • Dharma ist die Fähigkeit, Handlungen rechtschaffen auszuüben, Fachwissen und Fähigkeiten zu erlangen um die Verantwortlichkeiten zu erfüllen, mit denen man auf die Welt gekommen ist.
  • Artha bedeutet Wohlhabend zu sein. Finanziell, körperlich, emotional, intellektuell, sozial, und so weiter. Es bedeutet man ist in der Lage Verantwortung zu tragen die über einen selbst hinausgeht und den Menschen und Lebewesen in seiner Umgebung helfen zu können.
  • Kama ist die Erfüllung von Wünschen die einem hilft, sich als Person weiterzuentwickeln, physisch, mental, emotional, intellektuell und spirituell.
  • Moksha ist der Wunsch, die Geheimnisse des eigenen Lebens und des Universums zu kennen.

Egal welches Ziel Du zu erreichen versuchst, Du brauchst dafür deinen physischen Körper, deinen Geist sowie deine Lebenskraft in ihrem vollen Leistungspotential. Und das ist es was wir als Zustand des Gesundseins bezeichnen.


Nahrungsmittel-Unverträglichkeit im Ayurveda

Im letzten Artikel habe ich das Konzept Viruddhahara näher erläutert. Dieser Artikel beschreibt die wichtigsten Viruddhahara Kombinationen mit einigen Beispielen.

Für viele ist das Konzept der Lebensmittelkombination – die Idee, dass einige Lebensmittel gut miteinander verdaut werden, während andere Probleme erzeugen – völlig neu und etwas fremd. Laut Ayurveda ist es jedoch ein wesentlicher Teil des Verstehens wie man richtig isst. Die sorgfältige Kombination von Nahrungsmitteln kann die Qualität der Verdauung erheblich verbessern, den Körper dabei unterstützen, seine Nahrung besser aufzunehmen und sich positiv auf die allgemeine Gesundheit auswirken.

Inkompatible Nahrungskombinationen

Ayurveda bietet einen logischen Ansatz zur Bestimmung der richtigen Ernährung auf der Grundlage verschiedener Faktoren. Die wichtigsten sind hier mit einigen Beispielen aufgeführt:

1. Desha Virudha (Ortsunverträglichkeit)

  • Hoher Konsum von trockenen Substanzen wie Popcorn, Chips, Cracker, trockenes Brot und Pommes frites in trockenem Land
  • Hoher Verzehr von öligen / nährenden Nahrungsmitteln wie Joghurt, Milchpudding, fermentierten stärkereichen
  • Nahrungsmitteln in einem Land mit hoher Luftfeuchte

2. Kala Virudha (Zeitunverträglichkeit)

  • Essen von scharfen Substanzen wie Chili im Sommer
  • Essen von Substanzen mit scharfer Potenz (Virya) im Sommer
  • Essen von kalten Substanzen im Winter
  • Das Essen von trockenen Substanzen im Winter
  • Verzehr von Früchten in der Nacht
  • Verzehr von Quark/Joghurt in der Nacht

3. Agni Virudha (Stoffwechselunverträglichkeit)

  • Häufiger Verzehr von Lebensmitteln mit hohem Fett-, Zucker- und Salzgehalt
  • Essen von schweren Mahlzeiten ohne Hunger/Appetit, bei Verstopfung oder schlechter Verdauung
  • Hungern, wenn der Hunger/Appetit stark ist

4. Matra Virudha (Mengeninkompatibilität)

  • Honig + Kuh-Ghee/Butter in gleichem Verhältnis

5. Satmya Virudha (Ganzheitliche Unverträglichkeit)

  • Regelmäßige und intensive Aufnahme von süßen und kalten Substanzen durch eine Person, die an scharfe und heiße Substanzen gewöhnt ist, ohne den Darm zu trainieren

6. Dosha Virudha (Vata, Pitta, Kapha Unverträglichkeit)

  • Vata-dominante Nahrungsgewohnheiten bei einer Vata-dominanten Person
  • Pitta erhöhende Nahrungsgewohnheiten bei einer Pitta-dominanten Person
  • Kapha störende Nahrungsgewohnheiten durch eine Kapha-dominante Person

7. Samskara Virudha (Unverträglichkeit der Zubereitung)

  • Erhitzen von Honig
  • Regelmäßiger Verzehr von tief frittierten Substanzen wie Kartoffelpommes
  • In der Mikrowelle zubereitete Speisen
  • Erhitzen von Quark/Joghurt/Buttermilch für Rezepte
  • Gekochte/gebratene Lebensmittel auf Palmölbasis (90% der verpackten Lebensmittel)
  • Kochen von Früchten in Milchprodukten

8. Veerya Virudha (Potenzunverträglichkeit)

  • Fisch mit Milchprodukten
  • Kalte Potenzmittel, wenn sie regelmäßig mit heißen Potenzmitteln gemischt und in großen Mengen konsumiert werden

9. Koshta Virudha (Darm-Inkompatibilität)

  • Fasten und Essen von trockener und saugfähiger Nahrung, wenn eine Person die Tendenz zu trockenem Stuhl und Verstopfung hat
  • Essen von großen Mengen an Nahrung, Essen von fettdominanten Nahrungsmitteln, Essen von abführenden Nahrungsmitteln, wenn eine Person die Tendenz zu lockerem Stuhl hat

10. Avastha Virudha (Stadium der gesundheitlichen Unverträglichkeit)

  • Verzehr von sauren dominanten Nahrungsmitteln bei entzündlichen Krankheiten
  • Verzehr von Milchprodukten im Arthritis-Spektrum von Krankheiten
  • Trinken von kalten Getränken/kalten Proteinshakes nach intensiven körperlichen Übungen
  • Verzehr von Milchprodukten und süßen Speisen bei einer schläfrigen und lethargischen Person

11. Krama Virudha (Sequenzunverträglichkeit)

  • Trinken von heißem Wasser nach der Einnahme von Honig
  • Einnahme von süßem Dessert am Ende einer Mahlzeit
  • Essen von bitteren und scharfen Nahrungsmitteln (Salate, scharfe Vorspeisen) zu Beginn der Mahlzeit
  • Tomaten+ Käse (Pasta/Pizza/Risotto) gefolgt von Alkohol
  • Verzehr von Nachtisch auf Milch- oder Honigbasis nach einer Mahlzeit mit Rettich, Knoblauch oder Basilikum
  • Verzehr von Milch (Milchkaffee oder Milchtee, Milchshakes, Desserts auf Milchbasis) nach einer Mahlzeit
  • Verzehr von kaltem Wasser oder Säften nach dem Verzehr einer Mahlzeit, die Ghee enthält
  • Heiße Getränke und Alkohol nach dem Verzehr von Zubereitungen aus Mangos, Käse, Fisch, Fleisch, Joghurt
  • Verzehr von Speisen ohne Beachtung der natürlichen Triebe wie Wasserlassen, Stuhlgang und Hunger

12. Parihara Virudha (Kontraindikation Unverträglichkeit)

  • Verzehr von kaltem Wasser/kalten Getränken/kalten Säften nach heißem Tee oder Kaffee
  • Honig, der mit heißem Tee oder warmem Wasser gemischt wird
  • Verzehr von heißen Getränken/Alkohol nach dem Verzehr von Fleisch

13. Upachara Virudha (Unverträglichkeit der Behandlung)

  • Verzehr von kalten Speisen und Getränken nach dem Verzehr von Ghee

14. Paaka Virudha (Unverträglichkeit beim Kochen)

  • Zubereitung von Speisen mit unvollständigen/industriell verarbeiteten/verfaulten Zutaten
  • Wiederaufwärmen von gefrorenen Resten gekochter Speisen
  • Überkochen und Unterkochen
  • Verzehr von angebrannten Speisen
  • Regelmäßiges Frittieren
  • Wiederverwendung von gebrauchtem Speiseöl

15. Samyoga Virudha (Kombinationsunverträglichkeit)

  • Alle Arten von Früchten (süß und sauer) mit Milchprodukten
  • Schwarzer Tee oder Grüner Tee mit Milch
  • Milch + Joghurt (auf pflanzlicher und tierischer Basis)
  • Granatapfelsaft + Traubensaft
  • Unreife Tomaten + Kartoffeln + Alkohol
  • Tomaten Käsepizza und Nudeln
  • Radieschen mit Milchprodukten, Banane, Rosinen oder Honig
  • Milchreis/Milchpudding mit Gerichten auf Salz- oder Gurkenbasis
  • Milchkonsum mit Brot aus Sauerteig
  • Bohnen mit Käse, Ei, Milch, Joghurt, Früchten
  • Joghurt mit Zubereitungen, die Fisch, Fleisch, Milch, heiße Getränke und Nachtschattengemüse enthalten
  • Eier in Kombination mit Milch. Früchte, Fisch, Fleisch, Joghurt und Bohnen
  • Zitrone/Limette mit Tomaten, Milch, Joghurt

16. Vidhi Virudha (Regeln der Essensunverträglichkeit)

  • Mahlzeiten in der Öffentlichkeit und an lauten Orten zu sich nehmen
  • Verwendung unhygienischer Utensilien und Orte
  • Lautes Sprechen und Lachen während des Essens
  • Kein Waschen von Händen und Mund vor und nach dem Essen
  • Essen ohne Bewusstsein und Dankbarkeit
  • Essen, während man emotional gestört ist

17. Hridaya Virudha (Geschmacksunverträglichkeit)

  • Verzehr von Speisen, die nicht angenehm/gesund erscheinen/fühlen

18. Sampad Virudha (Reichtum an Qualitätsinkompatibilität)

  • Regelmäßige Einnahme von Nahrungsmitteln, die unreif, überreif, nicht reif für den Gebrauch sind

Warum die Kombination deines Essens wichtiger ist als die Inhaltsstoffe

Wir leben in einer Welt, in der wir denken, dass unser Essen umso gehaltvoller und gesünder wird, je mehr Inhalt wir auf unseren Teller laden. Wir haben den Gedanken, alle möglichen Nährstoffe auf einen Schlag zu konzentrieren und zu konsumieren. Ein weiterer Gedanke ist, dass man für den Geschmack bei der Zubereitung von Speisen alles Mögliche kombinieren kann. Nach diesen beiden Hauptgedanken kombinieren wir unsere Nahrung. Das eine ist der Geschmack, das andere ist das Konzept der Nährstoffkonzentration oder Nährstoffvielfalt.

Das Konzept Viruddhahara

Nirgendwo in der modernen Ernährung stößt man auf etwas, das sich „Nahrungswechselwirkung“ nennt. Das ist ein einzigartiges Konzept, das Ayurveda zu bieten hat. Und dieses Konzept wird Viruddhahara genannt. Viruddha bedeutet „gegensätzlich“ oder „widersprüchlich“. Viruddhahara sind jene Nahrungsbestandteile, die sich nicht gegenseitig unterstützen, die sich in ihren guten Eigenschaften widersprechen oder die miteinander reagieren, wenn sie kombiniert werden. In Ayurveda werden 18 Arten von Viruddhahara erklärt. Davon sind bis zu 9 sehr entscheidend für unseren Alltag und es ist sehr wichtig, über sie zu lernen. Denn:

Was kann Viruddhahara in deinem Körper bewirken?

In kleinen Mengen, wenn zwei oder mehr Viruddhahara Kombinationen zusammen kommen, produzieren sie freie radikale Toxizität, oder toxische Komponenten, die in der Regel der Ausscheidung entkommen, im Darm sedimentieren und in den Kreislauf übergehen, wodurch die Verdauungsprozesse verlangsamt werden. Dadurch können auch Immunreaktionen oder Abwehrmechanismen im Körper ausgelöst werden. In kleinen Mengen ist das ok, wenn Du aufgrund deiner Lebensgewohnheiten oder deiner Genetik ein sehr starkes Verdauungsfeuer hast. Auch wenn Du geübt bist, kleinere Mengen von Viruddhahara zu konsumieren, wirst Du in der Lage sein dich anzupassen, dann kannst Du damit umgehen. Aber auf lange Sicht, bei größerer Menge oder häufigerem Konsum, besonders wenn dein Stoffwechsel schwächer ist, beginnt es, eine schwere Last von Stoffwechselgiften in deinem System zu erzeugen. Diese schwächen deinen Stoffwechsel, was zu einer schlechten Verdauung der Nahrung, einem stark sauren Darmmilieu und einer schlechten Aufnahme von Nährstoffen führt. Dadurch fangen der Stoffwechsel und das bakterielle Milieu im Darm an, sich zu verändern. Das führt schließlich zu Funktionseinschränkungen und physiologischen Fehlern der zugänglichen Verdauungsorgane wie Leber, Gallenblase und Pankreas. Deshalb ist gute Ernährung so wichtig.

Was ist Viruddhahara?

Im Ayurveda beschreibt Viruddhahara, oder Viruddhānna diejenige Nahrung und ihre Kombination, die den Stoffwechsel eines Gewebes unterbricht, die Bildung von Geweben hemmt, die Verteilung der Nahrung an die Körpergewebe stört oder die Eigenschaften hat, die den Eigenschaften der Nährung des Körpers entgegengesetzt sind. Es kann sich um Lebensmittel handeln, die:

  • falsch kombiniert sind
  • falsche Verarbeitungsmethoden durchlaufen haben
  • in falscher Menge verzehrt werden
  • zur falschen Tages- oder Jahreszeit verzehrt werden

Das sind die wichtigsten 4 Aspekte. Menschen, die Viruddhahara in großen Mengen oder häufig konsumieren, sind anfällig für viele Störungen. Es ist eine der Ursachen für das Auftreten vieler Immunkrankheiten und eine Hauptursache für viele Stoffwechselkrankheiten. Charaka war der erste Mediziner im Ayurveda, der die Bedeutung von Viruddhahara genauer ausarbeitete. Wechselwirkungen zwischen Nahrungsmitteln sind ein wichtiges Thema in der Biochemie, aber es ist kein besonders beachtetes. Die meisten dieser Lebensmittelinteraktionen, die derzeit untersucht werden, werden als harmlos angesehen, da es keine großen Stichproben gibt und die durchgeführten Studien nicht sehr umfangreich sind.

Wie siehst Du es?

Wenn Du den Inhalt deines Tellers nach Geschmack kombinierst, oder lediglich so viele Nährstoffe wie möglich hineinwirfst, hast Du die Bedingungen gesunder Ernährung nicht verstanden, und überlässt das Ergebnis deiner Mahlzeit dem Zufall. Einfach ein teures Lebensmittel in unseren Darm zu werfen, erfüllt nicht die Kriterien einer guten Aufnahme. Es ist also wichtig zu wissen, auf welche Art und Weise dieses Lebensmittel am besten in dein System aufgenommen und für die Gesundheit genutzt werden kann. Und diese Bedingungen sind nicht nur von der Nahrung selbst abhängig. Es hängt von dem Prozess zwischen der Nahrung die in das System gelangt, und der Fähigkeit des Körpers, sie aufzunehmen, ab. Es gibt eine Reihe von Reaktionen die dort stattfinden, und eine Menge von Entscheidungen, und Du solltest klug genug sein, um den Prozess für dein System reibungslos zu gestalten.


Porridge, Ernährung und Gesundheit - Über Gesundheitshase

Ich habe Gesundheitshase 2019 gegründet, um mein Wissen über Ernährung und Gesundheit mit anderen zu teilen und ihnen zu helfen, ihr Leben gesünder zu führen. Deshalb konzentriere ich mich darauf, ein leckeres und gesundes Frühstück und eine simple, bewährte Ernährungsberatung anzubieten, die zu Deinem Leben passen, damit Du keine Zeit damit verbringen musst, Dich mit komplexen Diäten herumzuschlagen.

Hallo, schön dass Du Gesundheitshase besuchst. Hier gebe ich Dir einen kurzen Überblick darüber, um was es hier geht.

Ich bin Andreas Haas, 30 Jahre alt, Ernährungsberater aus dem Schwarzwald, Industrial Engineer mit einem Jahrzehnt Erfahrung in der Industrie, Kleinunternehmer für gesundes Frühstück. Derzeit lebe ich in Tübingen und bin ich damit beschäftigt Heilpraktiker zu werden.

Mit 19 Jahren begann ich mich zum ersten Mal im Leben mit den Themen Ernährung und Gesundheit auseinanderzusetzen. Bei mir wurde SLE (systemischer Lupus erythematosus) diagnostiziert, eine seltene Autoimmunerkrankung die mein Leben auf den Kopf gestellt hat. Damals noch wusste ich noch sehr wenig über Gesundheit, aber mir war klar, dass chronisch krank zu sein kein Zustand war den ich akzeptieren konnte. Mein Interesse war geweckt und ich begann, im kleinen Fitnessstudio eines Freundes zu trainieren, meine Ernährung umzustellen und abends eine Ausbildung zur ganzheitlichen Ernährungsberaterin zu machen. Wenige Jahre später war ich in der Lage meine Medikamente reduzieren und schließlich abzusetzen, ohne dass sich mein Gesundheitszustand verändert hat.

Mit 19 Jahren war ich an SLE erkrankt

Motiviert durch meinen gesundheitlichen Erfolg, machte ich weiter um mein Verständnis zu vertiefen und meiner Begeisterung zu folgen. Ich bildete mich weiter nebenberuflich fort, dieses Mal widmete ich mich einem Thema das mich bereits während meiner Ausbildung zum Ernährungsberater sehr fasziniert hat: Ayurveda, der Jahrtausende alten indischen Gesundheitswissenschaft und Ursprung der modernen Medizin. Meine Ausbildung und der Kontakt zu Ärzten und Heilpraktikern brachten mir wertvolle Erkenntnisse darüber was Gesundheit bedeutet und nach welchen Prinzipien der menschliche Körper funktioniert. Ich habe gelernt, dass in Gesundheit West und Ost, Antike und Moderne einander ergänzen.

Heute bin ich so gesund wie noch nie und dankbar für jeden, der mir geholfen hat so weit zu kommen