Die sieben Dhatus (Gewebe) in der ayurvedischen Medizin

Die sieben Dhatus sind die sieben Gewebe des Körpers. Unterschieden werden Plasma (Rasa), Blut (Rakta), Muskel (Mamsa), Fett (Medas), Knochen (Asthi), Knochenmark / Nerven (Majja) und Fortpflanzungsgewebe (Shukra). Dies sind die Strukturen, aus denen der Körper besteht. Wie die meisten Begriffe in der vedischen Literatur sind sie jedoch viel mehr als ihre eindimensionalen Definitionen. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil des Verständnisses der Beziehungen zwischen den Geweben im Körper, und sie sind Orte, an denen Doshas eindringen wenn sie Krankheiten verursachen. Ein Verständnis der sieben Dhatus ist wichtig für das Verständnis der Pathologie; was im Körper schief geht. Wenn ein Dosha in ein Dhatu eintritt, hilft ein korrektes Verständnis des Dhatu dem Praktiker, die Symptome vorherzusagen, die sich manifestieren werden, und liefert Hinweise auf die beste Behandlung.

Rasa Dhatu

Rasa Dhatu bezieht sich auf das primäre Wasser des Körpers. Das Wort Rasa bedeutet Saft, Saft oder Flüssigkeit. Im physischen Körper bezieht sich Rasa direkt auf das Plasma oder den nichtzellulären Teil des Blutes. die Lymphe und interstitielle Flüssigkeiten. Als wässrige Sekrete bezieht sich Rasa Dhatu indirekt auf Muttermilch und Menstruationsflüssigkeit.

Rakta Dhatu

Rakta Dhatu bezieht sich auf das primäre Feuer des Körpers. Das Wort Rakta bedeutet sowohl gefärbt als auch gerötet. Abhängig von seiner Verwendung kann es auch leidenschaftlich bedeuten. Jede dieser Bedeutungen hat wichtige Auswirkungen im Hinblick auf Gesundheit und Heilung. Im physischen Körper bezieht sich Rakta direkt auf das Blut, insbesondere auf die roten Blutkörperchen, und indirekt auf die Sehnen und die Galle.

Mamsa Dhatu

Der Begriff „Mamsa Dhatu“ bedeutet wörtlich „Fleisch“ oder „Fleisch“, aber im Ayurveda bezieht er sich auf die Muskeln des Körpers. Im physischen Körper bezieht sich Mamsa Dhatu direkt auf die Muskeln und indirekt auf die Bänder und die Haut, die als instabile Form von Rakta Dhatu (Posaka Rakta) gebildet werden und in Mamsa Dhatu umgewandelt werden.

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Medas Dhatu

Medas Dhatu bezieht sich auf das Fettgewebe des Körpers. Während der Begriff wörtlich mit Fett übersetzt werden kann, bedeutet er konzeptionell das konzentrierte Wasser des Körpers. Im physischen Körper bezieht sich das Medas Dhatu neben dem Körperfett auf Talg (Hautöl) und das größere und kleinere Omentum, das sein Upadhatu ist. Diese Gewebe sind die primären Speicherorte für überschüssiges Körperfett im Bauchraum. Medas Dhatu wird gebildet, wenn Posaka Mamsa Dhatu in das Medo Dhara Kala fließt und von den Medagni verdaut wird. Die Abfallprodukte, die bei der Bildung von Medas Dhatu entstehen, sind die Hautsekrete von Schweiß und Talg.

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Asthi Dhatu

Asthi bedeutet Knochen. Der Asthi Dhatu verleiht dem Körper eine feste Struktur. Im physischen Körper wird Asthi Dhatu gebildet, indem Posaka (instabiles) Medas Dhatu in die Purisha Dhara Kala fließt und von den Asthiagni verdaut wird. Neben der Bildung der Knochen des Körpers werden durch diesen Prozess Zähne gebildet und sind somit das Upadhatu (Sekundärgewebe) der Produktion von Asthi Dhatu. Die Abfallprodukte (Malas) dieses Stoffwechselprozesses sind die Haare und Nägel.

Majja Dhatu

Majja bedeutet Mark, wie im Knochenmark (Asthi-Majja). Der Begriff ist jedoch zum Synonym für das Nervensystem geworden, das wie Knochenmark in Knochen eingeschlossen ist. Der Schädel ist die Hülle des Gehirns. Die Wirbel sind die Hülle des Rückenmarks. Während das Gehirn und das Rückenmark das zentrale Nervensystem bilden, ist der Majja Dhatu mit dem gesamten Nervensystem verbunden. Das Nervensystem und das Knochenmark werden im Ayurveda als homologe Strukturen behandelt.

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Shukra Dhatu

Shukra bedeutet hell, rein und strahlend. Es kann auch die „Essenz“ von etwas bedeuten. Im Ayurveda wird der Begriff häufig verwendet, um sowohl das männliche als auch das weibliche Ei zu beschreiben, da sie die Essenz aller anderen Dhatus (Gewebe) des Körpers enthalten. Shukra ist das siebte und letzte Dhatu im Dhatus-Bildungszyklus. Eine Person mit gesundem Shukra hat ein strahlendes Selbstvertrauen mit Augen und Haut, die scheinbar Licht ausstrahlen. Ein empfindliches Individuum kann dieses Licht wahrnehmen. Andere mögen es als Glanz wahrnehmen oder einfach die Stärke und das Vertrauen desjenigen fühlen, der es besitzt.