Mungbohne: die ayurvedische Perspektive

Über Mungbohnen

Mungobohnen (Phaseolus aureous), auch Mungobohne, Mung Dal, sind kleine zylindrische Bohnen mit hellgrüner Schale und gelben Innenseiten. Sie sind sowohl in der indischen als auch in der chinesischen Küche weit verbreitet.

Es wird angenommen, dass die Mungbohne aus dem indischen Subkontinent stammt, wo sie bereits 1500 v. Chr. domestiziert wurde, obwohl sie bereits in älteren ayurvedischen Texten ausführlich beschrieben wird. Kultivierte Mungbohnen wurden in Süd- und Ostasien, Afrika, Amerika und Westindien eingeführt. Heute ist sie in den Tropen weit verbreitet und kommt vom Meeresspiegel bis zu einer Höhe von 1850 m im Himalaja vor.

Bewertung:

  • Guna: trocken, leicht, (Flüssigkeit) absorbierend
  • Rasa: süß
  • Virya: kalt
  • Vipaka: scharf
  • Doshas: Tridosha: beruhigt Vata, Pitta und Kapha
  • Prabhava: nährend

Medizinische Eigenschaften

Mungobohnen sind eines der am meisten geschätzten Nahrungsmittel im Ayurveda. Sie sind tri-doschisch, was bedeutet, dass sie alle drei Doshas ausgleichen können, besonders wenn sie mit Gewürzen gekocht werden, die für jedes Dosha geeignet sind. Sie sind sehr nahrhaft, während sie relativ leicht verdaulich sind und im Allgemeinen keine Bauchblähungen oder Winde verursachen, die Nachteile von größeren Bohnen. Mungobohnen können allein gegessen oder mit Reis kombiniert werden, um Khichari zu machen, oder mit Gemüse kombiniert werden, um herzhafte Suppen zu kochen, oder zu Mehl gemahlen werden, um Glasnudeln oder Rotis (indische Crêpes) herzustellen oder Broten beigegeben zu werden. Kurkuma, Kreuzkümmel, getrockneter Ingwer und Koriander sind Gewürze, die sehr gut mit Mungobohnen funktionieren. Patienten die sich erholen, wird oft empfohlen, Khichari, Reis und Mungobohnen zu essen, um sich gut zu ernähren ohne dabei die Verdauung zu stören.

Ayurvedische Heiler schätzen die Mungobohne am höchsten, weil sie sehr nahrhaft ist und Nahrung liefert, während sie gleichzeitig die Verdauung leichter als andere Bohnen belastet. Wenn sie zu einer butterweichen Konsistenz gekocht werden, können Mungobohnen sogar von Kranken, sehr alten und sehr jungen Menschen und Personen mit einem schwachen Verdauungsfeuer verdaut werden. Mungobohnen bieten den adstringierenden und süßen Geschmack, sind kühlend für den Körper, leicht und weich. In Kombination mit verstärkenden Kräutern und Gewürzen eignen sich Mungobohnen für alle Doshas.

Der westliche Standpunkt

Mungobohnen sind äußerst gesund. Ein Vorteil ist, dass sie viel leichter bekömmlich sind als die herkömmliche Gartenbohne und weniger Luft verursachen sollen. Allerdings ist ihr Geschmack auch weniger intensiv.

Außerdem haben Mungobohnen einen sehr hohen Eiweißanteil von 24 Prozent, darunter die essentielle Aminosäure Lysin, die für Muskelaufbau, Wundheilung und Knochenwachstum benötigt wird. Sie liefern auch Eisen, Kalzium und Magnesium sowie einige B-Vitamine und sind reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Mungobohnen gelten als cholesterinsenkend.

Empfohlene Einnahme

Mungobohnen werden ganz, gespalten mit Schale, gespalten und geschält oder gekeimt gegessen. In der ayurvedischen Küche werden sie häufig gespalten und geschält, was kleine, gelbe Bohnen namens Mung Dahl ergibt. Diese Bohnen müssen nicht zuerst eingeweicht werden und lassen sich leicht im Schnellkochtopf zu butterweicher Konsistenz kochen. Sie können auch langsam auf der Herdplatte gegart werden, sollten aber vorher sortiert und gründlich gewaschen werden.

Hülsenfrüchte haben einen hohen Anteil an schwer verdaulichem Protein (dessen metabolisches Nebenprodukt Stickstoffabfälle sind). Stickstoff ist ein Gas, und alle Gase erhöhen Vata. Aus diesem Grund sollten Vata-Typen nicht zu viel Protein essen und wenn, mit Kreuzkümmel Kurkuma und Koriander würzen. Kurkuma hält Hülsenfrüchte davon ab, das Blut zu vergiften.